News

Voranschlag 2026 FK-N unterstützt den Budgetnachtrag für die EU-Forschungsprogramme

Die Finanzkommission des Nationalrates (FK-N) beantragt ihrem Rat mit 16 zu 8 Stimmen, den Nachtrag I zum Voranschlag 2026 anzunehmen. Dieser enthält vier Nachtragskredite im Umfang von 98 Millionen Franken. Der Grossteil entfällt auf den Nachtragskredit von 67,3 Millionen Franken zur Teilnahme der Schweiz an den EU-Programmen für Forschung und Innovation. Eine Minderheit der FK-N beantragt die Ablehnung dieses Kredits. Die Kommission empfiehlt die anderen Kredite einstimmig zur Annahme. 

SWR KI-Infrastrukturstrategie zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

Der Schweizerische Wissenschaftsrat SWR empfiehlt die Entwicklung einer langfristigen nationalen KI-Infrastrukturstrategie, um die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Forschung im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) und datengetriebener Wissenschaft gezielt zu stärken und auszubauen. Basierend auf der Strategie soll ein mehrstufiges nationales Recheninfrastruktursystem mit internationaler Anbindung aufgebaut werden, das von einem strategischen Gremium geleitet und durch eine langfristige Finanzierung unterstützt wird.  

Bilaterale Schweiz-EU WBK-S spricht sich für Erasmus+ aus

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) hat sich im Rahmen ihrer Beratungen des Pakets Schweiz-EU für eine Assoziierung der Schweiz an das EU-Bildungsprogramm Erasmus+ und deren Finanzierung für das Jahr 2027 ausgesprochen. Die Kommission hiess den entsprechenden Bundesbeschluss in der Gesamtabstimmung mit 5 zu 5 Stimmen mit Stichentscheid ihres Präsidenten gut und sprach sich dafür aus, den Beschluss gleichzeitig mit dem Paket Schweiz-EU zu behandeln. 

Standpunkt

Ja zum Entlastungspaket und zum stabilen BFI-Standort

Dominik Blunschy
Nationalrat, Mitglied Politikteam FUTURE

Das Entlastungspaket (EP27), das wir in der Märzsession verabschieden werden, ist angesichts des Drucks auf den Bundeshaushalt dringend notwendig. Alle Bereiche müssen einen Beitrag zur Stabilisierung leisten. Hingegen ist es wichtig, bei der Umsetzung der Sparmassnahmen Augenmass walten zu lassen und Bereiche, die für die Zukunft unseres Landes bedeutend sind, nicht überproportional abzustrafen.

In den Jahren 2012-2024 sind die Investitionen des Bundes in den Bereich der Bildung, Forschung und Innovation (BFI) im Durchschnitt um 1,9% pro Jahr gewachsen, während die Bundesausgaben jährlich um 2,6% anstiegen. Gleichzeitig haben unsere qualitativ hochstehenden Ausbildungsstätten sowie die Forschungs- und Innovationsakteure massgeblich zu unserem Wirtschaftswachstum beigetragen, das nun aufgrund internationaler Unsicherheiten ins Stocken gerät.

Vor diesem Hintergrund wäre es gerade jetzt verfehlt, den BFI-Bereich, der 9,4% des Bundeshaushalts ausmacht, mit einem Anteil am EP27 von mehr als 15% überproportional zu belasten. Der Ständerat hat dies erkannt und in der Wintersession im EP27 gezielte Korrekturen vorgenommen, damit die BFI-Akteure in der Schweiz weiterhin konkurrenzfähig bleiben und ihre Aufgaben zugunsten von Wirtschaft und Gesellschaft erfüllen können. Diese von der WBK-N und der FK-N ebenfalls empfohlenen Korrekturen sind nun auch im Nationalrat zu unterstützen. Damit sichern wir sowohl das Entlastungspaket als auch unseren BFI-Standort.