News

Hochschulbereich Differenzierte Bundesfinanzierung ist angemessen

Der Bundesrat hat den Bericht «Faire und wettbewerbsorientierte Finanzierung im Hochschulbereich» genehmigt. Ziel des Berichts war die Untersuchung der Entwicklung der differenzierten Bundesfinanzierung zwischen den universitären Hochschulen (UH) und den Fachhochschulen (FH), insbesondere im Hinblick auf den Zugang zu kompetitiven Fördermitteln. Zudem wurden mögliche Ungleichbehandlungen bei der Verteilung der direkten und indirekten Finanzierung durch den Bund geprüft. Laut dem Bericht werden die unterschiedlichen Profile von UH und FH im aktuellen System der Bundesfinanzierung gemäss Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz (HFKG) angemessen berücksichtigt.

ETH-Bereich Variantenentscheid im Projekt «FIT for the Future» gefallen

Im Rahmen des Organisationsentwicklungsprojekts «FIT for the Future» hat sich der ETH-Rat für die Projektvariante mit dem Arbeitstitel «Swiss National Labs» entschieden. Damit werden die vier Forschungsanstalten des ETH-Bereichs ihre Rechtspersönlichkeiten behalten. In einer bereichsinternen Konsultation hatte sich die überwiegende Mehrheit der Institutionen für diese Variante ausgesprochen. Das Projekt soll eine engere Zusammenarbeit und eine verstärkte Koordination im ETH-Bereich ermöglichen. Dieser soll künftig von drei strategischen Pfeilern getragen werden: der ETH Zürich, der ETH Lausanne und den Forschungsanstalten.

Raumfahrt Nationalrat stimmt Raumfahrtgesetz zu

Der Nationalrat hat dem Raumfahrtgesetz inklusive Ergänzungen der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N) mit 191 zu 0 Stimmen bei zwei Enthaltungen zugestimmt. So soll das Gesetz nicht nur für private Unternehmen der Raumfahrt Rahmenbedingen schaffen, sondern auch für Forschungsorgane und weitere Akteure der Raumfahrt. Änderungsanträge zugunsten von Umweltschutzbestimmungen und Cybersicherheit lehnte der Nationalrat ab. Das Geschäft geht nun an die zuständige Kommission des Ständerates.

Standpunkt

Für die gesamte Jugend!

Johanna Gapany
Ständerätin, Mitglied Politikteam FUTURE

Die Schweiz hat die Chance, sich ab 2027 wieder an Erasmus+ zu beteiligen. Der Ständerat wird den Rahmenkredit für die Teilnahme der Schweiz am EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport im Rahmen des Pakets der «Bilateralen III» in der Herbstsession beraten.

Seit 2014 ist die Schweiz nicht mehr an Erasmus beteiligt. In der Zwischenzeit hat sich das Programm sowohl in seinem Umfang als auch in seiner Ausrichtung verändert. Es beschränkt sich nicht mehr auf die Mobilität unserer Studierenden, sondern deckt die Bedürfnisse der gesamten Jugend ab. Es bietet allen Organisationen in diesem Bereich den Zugang zu Finanzmitteln, von Pfadfinderbewegungen über Berufsschulen bis hin zu Sport- und Kulturvereinen.

Die Teilnahme an Erasmus+ erfordert für das Jahr 2027 einen Verpflichtungskredit von 192 Millionen Franken, was einer zusätzlichen Finanzierung von 147 Millionen Franken entspricht. Der Betrag entspricht dem Zusatznutzen von Erasmus+, das der breiten Jugend offensteht, im Vergleich zum heutigen Schweizer System, das sich auf die Mobilität einer kleinen Gruppe beschränkt. Diese Mittel fliessen in Form neuer Fördergelder und Kooperationen, von denen die Schweizer Jugend profitieren wird, an uns zurück.

Erasmus+ ist eine Investition in die Zukunft. In einer immer unsicherer werdenden Welt ist es unsere Aufgabe, die Anpassungsfähigkeit unserer Jugendlichen zu stärken und die Personen und Organisationen besser zu unterstützen, die sie auf diesem Weg begleiten. Erasmus+ ist das weltweit grösste Programm in diesem Bereich. Das Vereinigte Königreich hat dies richtig erkannt und kürzlich beschlossen, sich dem Programm wieder anzuschliessen und für das Jahr 2027 einen Betrag von 570 Millionen Pfund bereitzustellen.