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Entlastungspaket 27 Nationalrat bestätigt im BFI-Bereich die Entscheide des Ständerates

Der Nationalrat hat zu Beginn der Frühjahrssession das Entlastungspaket 27 für den Bundeshaushalt beraten. Im Bereich Bildung, Forschung und Innovation ist die grosse Kammer bei den Hochschulen und den Organisationen der Forschungs- und Innovationsförderung den Beschlüssen des Ständerats gefolgt und hat die vom Bundesrat vorgesehenen Kürzungen reduziert. Differenzen bestehen noch bei den projektgebundenen Beiträgen an die Hochschulen, wo der Nationalrat mehr Finanzmittel für die Erhöhung der Ausbildungsplätze für Mediziner bereitstellen will, sowie bei der Weiterbildung, wo die grosse Kammer gänzlich auf eine Kürzung verzichten will. Das Geschäft geht nun in die Differenzbereinigung. 

Bilaterale Schweiz-EU Das Paket Schweiz-EU ist unterzeichnet

Bundespräsident Guy Parmelin und die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen haben in Brüssel die Abkommen und Protokolle des Pakets Schweiz–EU («Bilaterale III») sowie eine gemeinsame Erklärung zur Schaffung eines hochrangigen Dialogs unterzeichnet. Der Bundesrat wird seine Botschaft zum Vertragspaket voraussichtlich noch im März 2026 zuhanden des Parlamentes verabschieden.

Erasmus+ WBK-N gibt vier Standesinitiativen Folge

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N) hat erste Diskussionen im Hinblick auf die Beratung des Pakets Schweiz–EU geführt. Vor diesem Hintergrund hat sich die Kommission über den Stand der Arbeiten zur geplanten Assoziierung der Schweiz an das EU-Bildungsprogramm Erasmus+ informieren lassen. Im Rahmen der Beratung gab die WBK-N vier Standesinitiativen aus den Kantonen St. Gallen, Thurgau, Basel-Stadt und Basel-Landschaft in globo mit 16 zu 6 Stimmen ohne Enthaltungen Folge. Diese fordern den Bundesrat auf, eine Botschaft zur Finanzierung der Beteiligung der Schweiz an Erasmus+ vorzulegen.

Standpunkt

Ja zum Entlastungspaket und zum stabilen BFI-Standort

Dominik Blunschy
Nationalrat, Mitglied Politikteam FUTURE

Das Entlastungspaket (EP27), das wir in der Märzsession verabschieden werden, ist angesichts des Drucks auf den Bundeshaushalt dringend notwendig. Alle Bereiche müssen einen Beitrag zur Stabilisierung leisten. Hingegen ist es wichtig, bei der Umsetzung der Sparmassnahmen Augenmass walten zu lassen und Bereiche, die für die Zukunft unseres Landes bedeutend sind, nicht überproportional abzustrafen.

In den Jahren 2012-2024 sind die Investitionen des Bundes in den Bereich der Bildung, Forschung und Innovation (BFI) im Durchschnitt um 1,9% pro Jahr gewachsen, während die Bundesausgaben jährlich um 2,6% anstiegen. Gleichzeitig haben unsere qualitativ hochstehenden Ausbildungsstätten sowie die Forschungs- und Innovationsakteure massgeblich zu unserem Wirtschaftswachstum beigetragen, das nun aufgrund internationaler Unsicherheiten ins Stocken gerät.

Vor diesem Hintergrund wäre es gerade jetzt verfehlt, den BFI-Bereich, der 9,4% des Bundeshaushalts ausmacht, mit einem Anteil am EP27 von mehr als 15% überproportional zu belasten. Der Ständerat hat dies erkannt und in der Wintersession im EP27 gezielte Korrekturen vorgenommen, damit die BFI-Akteure in der Schweiz weiterhin konkurrenzfähig bleiben und ihre Aufgaben zugunsten von Wirtschaft und Gesellschaft erfüllen können. Diese von der WBK-N und der FK-N ebenfalls empfohlenen Korrekturen sind nun auch im Nationalrat zu unterstützen. Damit sichern wir sowohl das Entlastungspaket als auch unseren BFI-Standort.