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Bilaterale Schweiz-EU WBK-S will Gleichbehandlung bei Studiengebühren ausweiten

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) hat ihre Vorberatung des Pakets Schweiz–EU («Bilaterale III») abgeschlossen. Sie nahm insbesondere eine Ergänzung bei den Bestimmungen zu den Studiengebühren vor. Bereits im Juni hatte die WBK-S das Verhandlungsergebnis mit der EU befürwortet, wonach Studierende aus EU-Staaten bei den Studiengebühren den Schweizer Studierenden gleichgestellt werden. Die Kommission möchte diese Gleichbehandlung auch auf Studierende aus EFTA-Staaten ausweiten. Mit 4 zu 2 Stimmen bei 6 Enthaltungen beschloss sie, das ETH-Gesetz entsprechend zu ergänzen. Der Ständerat wird sich in der Herbstsession 2026 mit den Bilateralen III befassen.

Raumfahrt WBK-N empfiehlt Raumfahrtgesetz mit Änderungen zur Annahme

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N) hat das Bundesgesetz über die Raumfahrt beraten und beantragt ihrem Rat einstimmig die Annahme des Gesetzesentwurfs mit verschiedenen Anpassungen. So soll der Zweck des Gesetzes auch für Forschungsorgane gelten und Massnahmen zur Cybersicherheit und Resilienz sollen als bundesrätliche Kompetenz erwähnt werden. Der Nationalrat wird sich in der Herbstsession 2026 mit der Vorlage befassen.

Berufsmaturität Schweiz ratifiziert Abkommen mit Liechtenstein

Der Bundesrat hat ein Abkommen mit Liechtenstein ratifiziert, das die gegenseitige Anerkennung von Berufsmaturitätszeugnissen ermöglicht. In Liechtenstein gibt es seit mehreren Jahren eine eigene Berufsmaturität in verschiedenen Fachrichtungen, die sich weitgehend an den Schweizer Rahmenlehrplänen orientiert. Da für ein eidgenössisches Berufsmaturitätszeugnis Kenntnisse in zwei Landessprachen erforderlich sind, erfolgt die Anerkennung liechtensteinischer Zeugnisse in der Schweiz nur bei Vorlage eines zusätzlichen Nachweises über Kenntnisse in einer zweiten Landessprache.

Standpunkt

Forschung und Innovation für mehr Sicherheit

Andrea Gmür-Schönenberger
Ständerätin, Vorstandsmitglied Politikteam FUTURE

Vor bald einem Jahr hiess der Bundesrat seine Rüstungspolitische Strategie gut, die einen Ausbau der Investitionen in sicherheitsrelevante Forschung und Innovation vorsieht. Bis 2030 soll das VBS den Anteil des Armee-Budgets für Forschung und Entwicklung auf 2% erhöhen. Um das in der Schweiz vorhandene technologische Potenzial für die Armee besser auszuschöpfen, ist die Zusammenarbeit mit den Schweizer Hochschulen, Startups und KMU zu verstärken. Ganz konkret soll das VBS bis Ende 2028 eine neue Kooperation mit dem ETH-Bereich entwickeln, um Synergien in der Forschung und Innovation im zivilen, militärischen und Dual-Use-Bereich besser zu nutzen.

Im März unterstützte der Ständerat eine Motion, die ein Programm zur Förderung der Innovation im Sicherheitsbereich fordert. Ab Mai starten neue gemeinsame Forschungsprojekte von VBS und ETH-Bereich. Im Juli lancieren Innosuisse und armasuisse eine Projektausschreibung zu Dual-Use-Technologien. Das beweist, dass die aktuelle geopolitische Lage kein langes Abwarten zulässt.
 
Der Bundesrat muss diese Entwicklung bei der Erarbeitung der BFI-Botschaft für die Jahre 2029-2032 berücksichtigen. Zum einen gilt es, den Bereich Sicherheit und Verteidigung in die inhaltlichen Ziele zu integrieren; zum anderen müssen die Hochschulen und Organisationen der Forschungs- und Innovationsförderung mit den notwendigen Finanzmittel alimentiert werden. Das ist eine Investition in die Sicherheit unseres Landes und stärkt zudem unsere technologische Eigenständigkeit und Wettbewerbsfähigkeit.