Neueste News

Medizinalberufegesetz Landessprache für Ärzte Pflicht

Ärzte müssen eine Landessprache beherrschen, wenn sie in der Schweiz arbeiten wollen. National- und Ständerat haben sich darüber geeinigt, dass Sprachkenntnisse jedoch nicht Voraussetzung für einen Eintrag im Berufsregister sein sollen. Stattdessen soll laut dem revidierten Medizinalberufegesetz künftig der Arbeitgeber sicherstellen, dass Mediziner über die notwendigen Sprachkenntnisse verfügen. In der medizinischen Forschung tätige Personen ohne Patientenkontakt können sich auf Englisch verständigen.

Zentrum für Sicherheitspolitik Nationalrat will weiterhin unterstützen

Die Mitglieder der grossen Kammer wollen das Zentrum für Sicherheitspolitik an der ETH Zürich auch künftig mit Bundesgeldern unterstützen. Ohne Gegenstimme bewilligten sie den beantragten Kredit im Umfang von 15,4 Millionen Franken für die Jahre 2016-2019. Die Unterstützung fällt tiefer aus als in vergangenen Jahren: Im Rahmen des Konsolidierungs- und Aufgabenüberprüfungspakets wurde der jährliche Beitrag um zwei Millionen Franken gekürzt.

Europäische Spallationsquelle Nationalrat stimmt Kredit zu

Mit 124 zu 45 Stimmen bei 3 Enthaltungen hat der Nationalrat der Beteiligung der Schweiz an der europäischen Spallationsquelle (ESS) zugestimmt. Wie zuvor bereits der Ständerat folgte die grosse Kammer damit dem Antrag des Bundesrates. Bis in das Jahr 2026 trägt die Schweiz 97,2 Millionen Franken (3,5 Prozent der Gesamtkosten) zum Bau der ESS bei. Die weltweit grösste Neutronenquelle wird Forschenden Einsichten in verschiedene Materialien und biologische Strukturen ermöglichen.

Wissenschaftlicher Nachwuchs Motion der WBK-N angenommen

Der Nationalrat stimmte der Motion seiner Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK-N) für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Schweiz mit 82 zu 78 Stimmen bei 3 Enthaltungen zu. Der Vorstoss fordert den Umbau der wissenschaftlichen Karrierestrukturen an den Schweizer Hochschulen. Für die Erarbeitung eines entsprechenden Konzepts soll der Bundesrat eine ausserparlamentarische Kommission einsetzen.

Schweizerischer Innovationsparks Parlament entscheidet über Ausgestaltung

Der Bundesrat hat die Botschaft über die Ausgestaltung und Unterstützung des Schweizerischen Innovationsparks an das Parlament überwiesen. Der Entwurf sieht vor, dass der Bund einerseits für die Vorfinanzierung der Forschungsinfrastrukturen ein Darlehen in der Höhe von 350 Millionen Franken zur Verfügung stellt. Andererseits soll er Grundstücke für den Bau des Innovationsparks abgeben können. National- und Ständerat werden im Laufe des 2015 über die Botschaft entscheiden.

SNF 40 neue Förderungsprofessuren

Im 2015 vergibt der Schweizerische Nationalfonds (SNF) 40 neue Förderungsprofessuren für hervorragende Nachwuchsforschende. Davon gehen 12 an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die nach einem Auslandaufenthalt in die Schweiz zurückkehren. Die Universität Zürich erhält 11 Förderungsprofessuren, die Universität Genf 8 und die Universität Lausanne 5. Je 4 Förderungsprofessuren gehen an die Universitäten Basel und Bern, 3 an die ETH Zürich sowie 2 an die Universität Freiburg. Je eine Förderung geht an die ETH Lausanne, die Universität Neuenburg und die Universität der italienischen Schweiz.

SHK Bund und Kantone an einem Tisch

An der ersten Plenarversammlung der Schweizerischen Hochschulkonferenz (SHK) haben Bund und Hochschulträgerkantone die Vereinbarung über die Zusammenarbeit im Hochschulbereich unterzeichnet. Präsidiert wird die SHK vom Vorsteher des Eidgenössischen Departments für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF), Bundesrat Johann Schneider-Ammann. In das zweiköpfige Vizepräsidium wurden die Zürcher Regierungsrätin Regine Aeppli und die Waadtländer Staatsrätin Anne-Catherine Lyon gewählt. Die SHK ist mit dem Inkrafttreten des neuen Hochschulförderungs- und Koordinationsgesetzes (HFKG) per 1. Januar 2015 das höchste hochschulpolitische Organ der Schweiz.

Medizinstudium Eignungstest wird noch sicherer

Auch im Studienjahr 2015/2016 soll ein Eignungstest den Zugang zum Medizinstudium regeln. Dies empfiehlt die Schweizerische Hochschulkonferenz, weil die eingegangenen Anmeldungen die Kapazitäten der medizinischen Fakultäten erneut übersteigen. Der Hochschulrat hat derweil eine Reihe von Massnahmen verabschiedet, mit denen der Eignungstest für das Medizinstudium künftig noch sicherer werden soll. Im Jahr 2014 wurden Unregelmässigkeiten entdeckt.

Übergangsmassnahmen 21 Consolidator Grants vergeben

Im Rahmen einer Übergangsmassnahme spricht der Schweizerische Nationalfonds 21 SNSF Consolidator Grants in der Höhe von bis zu je 2 Millionen Franken. Er vergibt diese fünfjährigen Förderungen als Ersatz für die entgangenen Fördergelder des Europäischen Forschungsrats (ERC). Nach dem vorübergehenden Ausschluss vom EU-Forschungsprogramm Horizon 2020 können sich Forschende in der Schweiz seit September 2014 wieder beim ERC bewerben.

ETH Lausanne Patrick Aebischer tritt Ende 2016 ab

Der amtierende Präsident der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL), Patrick Aebischer, gibt sein Amt per 31. Dezember 2016 ab. Der Bundesrat hat Aebischers vierte Amtszeit um zehn Monate verlängert. Der ETH-Rat leitet das Nachfolgeverfahren ein.

BFI-Botschaft 2017-2020 Motion für jährliches Wachstum von 3,9%

Die Mittel für Bildung, Forschung und Innovation sollen von 2017 bis 2020 durchschnittlich um 3,9% pro Jahr wachsen. Diesen Auftrag erteilt die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) dem Bundesrat in einer Motion, welche sie mit 15 zu 6 Stimmen bei 2 Enthaltungen verabschiedete. Mit den zusätzlichen Mitteln soll insbesondere die höhere Berufsbildung gefördert sowie Massnahmen für eine attraktivere wissenschaftliche Karriere umgesetzt werden. Eine Minderheit beantragt die Ablehnung der Motion.

Europäische Spallationsquelle Kommission stimmt für Beteiligung

Mit 19 zu 6 Stimmen hat die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) einer Schweizer Beteiligung an der Europäischen Spallationsquelle (ESS) zugestimmt. Eine Minderheit sprach sich aus haushaltspolitischen Gründen gegen den erforderlichen Kredit in der Höhe von 97,2 Millionen Franken bis 2026 aus. Aus dem Forschungsinfrastrukturprojekt ESS soll die weltweit grösste Neutronenquelle hervorgehen.

Berufsbildung Kommission fordert einen Fonds

Der Bund soll einen Fonds zugunsten der beruflichen Grundbildung einrichten. Das fordert eine parlamentarische Initiative, welche die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) mit 14 zu 4 Stimmen bei 7 Enthaltungen annahm. Der Bund soll die berufliche Grundbildung in den Jahren 2017 bis 2020 mit jährlich maximal 50 Millionen Franken fördern.

Staatshaushalt Neue Sparmassnahmen ab 2016

Die Staatsrechnung des Bundes für das Jahr 2014 schliesst mit einem Defizit von 124 Millionen Franken, wie der Bundesrat bekannt gab. Sowohl Einnahmen als auch Ausgaben blieben deutlich unter den budgetierten Erwartungen. Als Konsequenz will der Bundesrat das Ausgabenwachstum im Budget 2016 sowie im Finanzplan für die Jahre 2017 bis 2019 kürzen. Bildung und Forschung dürften von diesen Sparmassnahem nicht verschont werden.

Zuwanderung Bundesrat will Kontingente einführen

Der Bundesrat hat die Vernehmlassung zur Umsetzung der Initiative gegen Masseneinwanderung eröffnet. Er will den neuen Verfassungsartikel mit Kontingenten und einem Inländervorrang umsetzen. Parallel dazu plant er verschiedene Massnahmen, um das Potential an inländischen Arbeitskräften besser zu nutzen. Die Regierung verabschiedete gleichzeitig ein Mandat für die Verhandlung des Personenfreizügigkeitsabkommens mit der Europäischen Union. Die Vernehmlassung dauert bis am 28. Mai 2015.

Volksabstimmung BFI-relevante Vorlagen im Juni 2015

Die Schweizer Stimmbevölkerung wird am 14. Juni 2015 über die Stipendieninitiative des Verbandes der Schweizer Studierendenschaften (VSS) entscheiden, wie der Bundesrat bekannt gab. Gleichzeitig kommt auch die Verfassungsänderung zur Fortpflanzungsmedizin (Präimplantationsdiagnostik) an die Urne.

THE-Ranking 3 Schweizer auf dem Podest

Die ETH Lausanne (1), die Universität Genf (2) und die ETH Zürich (3) sind laut einem Ranking von Times Higher Education die drei internationalsten Universitäten der Welt. Unter den 100 internationalsten Hochschulen des Jahres 2015 rangieren auch die Universitäten Basel (12), Zürich (28), Lausanne (34), Freiburg (37) und Bern (57). Das Ranking basiert auf der Zusammensetzung des Studierendenkörper und der grenzüberschreitenden Zusammenarbeiten der einzelnen Hochschulen.

swissuniversities Neuer Vorstand gewählt

Die Rektorin der Universität Neuenburg, Martine Rahier, wurde als Präsidentin von swissuniversities bestätigt. Im Vorstand stehen ihr je zwei Vertreter jedes Hochschultyps zur Seite: Antonio Loprieno und Lino Guzzella für die universitären Hochschulen, Crispino Bergamaschi und Franco Gervasoni für die Fachhochschulen sowie Hans-Rudolf Schärer und Erwin Beck für die Pädagogischen Hochschulen.

Wissenschaftlicher Nachwuchs Die Karrierestrukturen umbauen

Die Mehrheit der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) fordert den Umbau der wissenschaftlichen Karrierestrukturen an den Schweizer Hochschulen. Eine mit 13 zu 6 Stimmen eingereichte Motion verlangt ein Anreizsystem für die flächendeckende Einführung eines mehrstufigen Karrieremodells. Eine ausserparlamentarische Kommission soll ein entsprechendes Konzept ausarbeiten. Die Minderheit der WBK-N fordert die Ablehnung der Motion. 

Energieforschung SNF startet zwei Forschungsprogramme

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) lanciert im Auftrag des Bundesrats zwei Nationale Forschungsprogramme (NFP) im Bereich der Energieforschung. Das NFP 70 «Energiewende» untersucht technologische Potentiale zur Umsetzung der Energiestrategie 2050. Das NFP 71 «Steuerung des Energieverbrauchs» befasst sich mit gesellschaftlich-ökonomischen Fragen des Energieverbrauchs. Beide Programme legen grossen Wert auf die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Politik und Wirtschaft.

Höhere Berufsbildung Vernehmlassung eröffnet

Der Bundesrat hat eine Teilrevision des Bundesgesetzes über die Berufsbildung in die Vernehmlassung geschickt. Die Gesetzesänderung sieht vor, dass der Bund Teilnehmende der höheren Berufsbildung bei der Finanzierung der Vorbereitungskurse direkt unterstützt. Die erforderlichen Mittel werden im Rahmen der BFI-Botschaft für die Jahre 2017-2020 festgelegt. Die Vernehmlassung dauert bis am 21. April 2015.

Hochschulen 2015 beginnt eine neue Ära

Mit dem Inkrafttreten des Hochschulförderungs- und Koordinationsgesetzes (HFKG) per 1. Januar 2015 beginnt eine neue Ära in der hochschulpolitischen Koordination zwischen Bund und Kantonen. Die Schweizerische Hochschulkonferenz (SHK) wird an ihrer ersten Sitzung vom 26. Februar 2015 konstituiert und stellt das oberste hochschulpolitische Organ der Schweiz dar. Präsidiert wird die SHK von Bundesrat Johann Schneider-Ammann.