Neueste News

Forschung und Entwicklung Unternehmen investierten 15,7 Milliarden im 2015

Im Jahr 2015 investierten die Privatunternehmen in der Schweiz 15,7 Milliarden Franken in ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (Intramuros-F+E) und beschäftigten dazu 57'000 Personen. Seit 2012 stieg das Ausgabenvolumen um 10 Prozent an. Das sind Ergebnisse einer Erhebung, die das Bundesamt für Statistik gemeinsam mit economiesuisse durchführte. Die Schweiz gehört damit im internationalen Vergleich zu den Ländern mit den aktivsten Unternehmen in F+E.

Rasa-Initiative Zwei Varianten für Gegenentwurf

Der Bundesrat hat entschieden, zwei verschiedene Varianten für einen Gegenentwurf zur Rasa-Initiative («Raus aus der Sackgasse») in die Vernehmlassung zu schicken. Die erste Variante will in der Verfassung verankern, dass bei der Steuerung der Zuwanderung völkerrechtliche Verträge berücksichtigt werden sollen. Die zweite Variante will die Übergangsbestimmung zu Artikel 121a aus der Verfassung streichen. Damit liessen sich zu einem späteren Zeitpunkt weitere Schritte zur Umsetzung des Verfassungsartikels über die Zuwanderung unternehmen. Die bilateralen Verträge könnten mit beiden Varianten erhalten werden.

Horizon 2020 Schweiz ab 2017 wieder voll assoziiert

Die Europäische Kommission gab bekannt, dass die Schweiz ab dem 1. Januar 2017 wieder vollumfänglich am europäischen Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 assoziiert ist. Ermöglicht wurde dies durch den Entscheid des Bundesrats, das Protokoll über die Ausdehnung der Personenfreizügigkeit auf Kroatien zu ratifizieren.

Horizon 2020 Die Schweiz ratifiziert Kroatien-Protokoll

Der Bundesrat beschloss, das Protokoll über die Ausdehnung der Personenfreizügigkeit auf Kroatien zu ratifizieren. Er erachtet die Bedingung dafür als erfüllt, nachdem das Parlament eine Lösung zur Umsetzung des neuen Verfassungsartikels 121a über die Zuwanderung in der Schlussabstimmung verabschiedet hatte. Damit ist die Voraussetzung für eine vollumfängliche Beteiligung der Schweiz am europäischen Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 ab 1. Januar 2017 erfüllt.

Sprachenunterricht Bundesrat verzichtet auf Bundesregelung

Der Bundesrat verzichtet auf eine Regelung auf Bundesebene für den Sprachenunterricht an der Volksschule. Zu diesem Ergebnis kommt er nach Kenntnisnahme der Antworten aus der Vernehmlassung zur Änderung des Sprachengesetzes. Derzeit seien die Voraussetzungen für eine Bundesregelung nicht gegeben. Es gelte die Harmonisierung des Sprachenunterrichts jedoch weiter auszubauen.

Bildung Bund und Kantone festigen Zusammenarbeit

Der Bund und die Kantone unterzeichneten eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit im Bildungsraum Schweiz. Die Vereinbarung regelt die Grundsätze der Zusammenarbeit und vereinfacht die Gremienstruktur im Bildungsbereich. Sie basiert auf dem bereits verabschiedeten Bildungszusammenarbeitsgesetz (BiZG). Die Vereinbarung und das BiZG treten am 1. Februar 2017 in Kraft.

Energieforschung Alle Kompetenzzentren laufen bis 2020

Alle acht Swiss Competence Centers for Energy Research (SCCER) starten ab 2017 in die zweite Förderperiode, die bis 2020 läuft. Dies hat das Präsidium der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) beschlossen, welche die SCCER im Rahmen der Koordinierten Energieforschung Schweiz steuert. In der zweiten Förderperiode soll insbesondere die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Kompetenzzentren verstärkt werden. Insgesamt stehen 120 Millionen Franken zur Verfügung. Die SCCER suchen Lösungen für die Herausforderungen der Energiewende.

Zuwanderung Umsetzung von Artikel 121a steht

Die eidgenössischen Räte haben die letzten Differenzen zur Umsetzung des neuen Verfassungsartikels 121a über die Zuwanderung ausgeräumt. Die vorliegende Lösung zur Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative ist mit der Personenfreizügigkeit vereinbar. Am letzten Tag der Wintersession muss das Parlament die entsprechenden Änderungen des Ausländergesetzes in der Schlussabstimmung verabschieden. Danach kann der Bundesrat das Kroatien-Protokoll ratifizieren und damit die Schweizer Beteiligung am europäischen Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 ab 2017 sicherstellen.

Innosuisse André Kudelski präsidiert Verwaltungsrat

Der Bundesrat wählte den siebenköpfigen Verwaltungsrat von Innosuisse, der von André Kudelski, CEO der Kudelski SA, präsidiert wird. Der Verwaltungsrat schafft die Grundlagen für die neue Innovationsförderungsagentur des Bundes und wird künftige Mehrjahresprogramme, Budgets und Geschäftsberichte verabschieden. Der Verwaltungsrat ist zudem für die Geschäftsleitung und die Wahl des nationalen Innovationsrates zuständig. Innosuisse übernimmt per 1. Januar 2018 die Funktionen der Kommission für Technologie und Innovation (KTI).

Budget 2017 Aufstockungen im BFI-Bereich bestätigt

Im zweiten Anlauf stimmte der Nationalrat dem Voranschlag für das Jahr 2017 mit 81 zu 52 Stimmen bei 65 Enthaltungen zu. Dies nachdem die grosse Kammer in der ersten Sessionswoche den Budgetentwurf abgelehnt hatte. Nun haben beide Kammern des Parlaments die Aufstockungen zugunsten von Bildung, Forschung und Innovation bestätigt. National- und Ständerat hatten im Herbst im Rahmen der BFI-Botschaft 2017-2020 die finanziellen Mittel für den BFI-Bereich im Jahr 2017 um 74 Millionen Franken erhöht.

Zuwanderung Ständerat berät gesetzliche Details

Nachdem der Nationalrat in einen Kompromiss zur Umsetzung von Verfassungsartikel 121a über die Zuwanderung einlenkte, beriet der Ständerat die gesetzlichen Details. Die Debatte drehte sich unter anderem um die Frage, wie hoch die Arbeitslosigkeit sein müsse, damit der Inländervorrang in einer Branche in Kraft trete. Ausserdem verzichtete auch der Ständerat auf eine Begründungspflicht im Falle von abgelehnten Stellenbewerbenden. Er ersetzte diese mit einer Mitteilungspflicht. Der Nationalrat wird sich erneute zu den letzten bestehenden Differenzen äussern müssen.

Gentechnikgesetz Kein unbefristetes Moratorium

Der Nationalrat beriet die Änderung des Gentechnikgesetzes. Er sprach sich mit 98 zu 89 Stimmen bei 1 Enthaltung für den Vorschlag des Bundesrates aus, das Gentech-Moratorium um vier Jahre bis 2021 zu verlängern. Ein unbefristetes Moratorium lehnte die grosse Kammer ab. Ein Konzept für die Koexistenz von gentechnisch veränderten und Gentech-freien Kulturen lehnten die Nationalrätinnen und Nationalräte mit 142 zu 47 Stimmen bei 2 Enthaltungen ab.

Zuwanderung Nationalrat schlägt Kompromiss vor

In der Frage der Umsetzung des Verfassungsartikels 121a über die Zuwanderung zeichnet sich ein Kompromiss ab: Der Nationalrat stimmte grundsätzlich der Version des Ständerates zu, der neben der Meldepflicht von offenen Arbeitsstellen auch eine Vorstellungspflicht verlangt. Mit 139 zu 54 Stimmen bei 2 Enthaltungen beschloss die grosse Kammer jedoch, die ebenfalls geforderte Begründungspflicht im Falle einer Nichtanstellung zu streichen. Nun muss sich erneut der Ständerat dazu äussern.

Budget 2017 Ständerat bewilligt Aufstockungen

Die kleine Kammer stimmte dem Voranschlag für das Jahr 2017 zu. Dabei bestätigten die Ständerätinnen und Ständeräte die Aufstockung der finanziellen Mittel für die Institutionen aus Bildung, Forschung und Innovation (BFI), welche das Parlament im Herbst im Rahmen der BFI-Botschaft 2017-2020 beschlossen hatte. Die Beiträge an den ETH-Bereich (40 Mio. Franken), an kantonalen Universitäten (14 Mio.), Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen (je 10 Mio.) sollen insgesamt um 74 Millionen Franken erhöht werden. Nun entscheidet der Nationalrat erneut darüber, nachdem in der ersten Sessionswoche eine Mehrheit das Budget abgelehnt hatte.

BFI-Botschaft 2017-2020 Letzte Differenz bereinigt

Das Parlament bereinigte die letzte verbleibende Differenz in der BFI-Botschaft 2017-2020. Diese betraf die Finanzierung von Vorbereitungskursen für Prüfungen der höheren Berufsbildung. National- und Ständerat einigten sich darauf, dass es dem Bund möglich sein soll, Teilbeträge an Teilnehmende dieser Kurse zu erstatten, wenn dies beantragt wird. Damit soll Härtefällen Rechnung getragen werden. Die BFI-Botschaft 2017-2020 ist damit bereit für die Schlussabstimmung.

Nachtragskredit Parlament bewilligt 15 Mio. für FH

National- und Ständerat bewilligten mit dem Nachtrag II eine Aufstockung des laufenden Budgets 2016 um 131,5 Millionen Franken. Von diesem Nachtragskredit profitieren auch die Fachhochschulen: Ihre Betriebsbeiträge werden aufgrund der hohen Nachfrage nach Studiengängen um 15 Millionen Franken erhöht.

Zuwanderung SPK-N empfiehlt angepasste Version

Die Staatspolitische Kommission des Nationalrats (SPK-N) beriet die vorliegenden Konzepte zur Umsetzung des Verfassungsartikels 121a über die Zuwanderung. Die Mehrheit sprach sich mit 13 zu 12 Stimmen knapp für das Konzept des Ständerates aus – mit einer Anpassung: Während die SPK-N sich für die Vorstellungspflicht von Stellenbewerbenden aussprach, lehnte sie eine Begründungspflicht im Falle einer Nichtanstellung ab. Demnach müssten Unternehmen die Arbeitsvermittlungszentren lediglich über ihren Entscheid informieren, diesen aber nicht begründen. Die Räte werden erneut darüber entscheiden.

Zuwanderung Ständerat stimmt Kommissionsmehrheit zu

Mit 26 zu 16 Stimmen bei 1 Enthaltung sprach sich die Mehrheit des Ständerats für eine Umsetzung des Verfassungsartikels 121a über die Zuwanderung aus, welche mit der Personenfreizügigkeit vereinbar ist. Die kleine Kammer unterstützt das Konzept ihrer Staatspolitischen Kommission (SPK-S), das auf einem Inländervorrang basiert und bei Neubesetzungen von Stellen in bestimmten Branchen Anhörungs- und Begründungspflichten einführen will. Das Konzept weicht von der im Nationalrat entschiedenen Regelung ab. Die grosse Kammer wird in der zweiten Sessionswoche erneut über die Steuerung der Zuwanderung beraten.

Budget 2017 Rückweisung durch den Nationalrat

Mit 113 zu 77 Stimmen lehnte der Nationalrat in der Gesamtabstimmung den Entwurf des Bundesbudgets für das Jahr 2017 ab; das entspricht einer Rückweisung. Dabei haben sich Stimmen für zusätzliche Kürzungen und Stimmen für geringere Sparmassnahmen kumuliert. In der Detailberatung unterstützte eine Mehrheit die Aufstockungen, welche in der BFI-Botschaft 2017-2020 beschlossen und im Rahmen des Stabilisierungsprogrammes bereits bestätigt wurden. Als Nächstes wird der Ständerat den Voranschlag 2017 beraten.

Budget 2017 Im Einklang mit BFI-Botschaft

Die Mehrheit der Nationalrätinnen und Nationalräte bestätigte im Voranschlag für das Jahr 2017 die zusätzlichen Mittel für Bildung, Forschung und Innovation (BFI), welche das Parlament in der Herbstsession mit der BFI-Botschaft 2017-2020 beschlossen hatte. Im kommenden Jahr sollen der ETH-Bereich zusätzliche 40 Mio. Franken und die Universitäten zusätzliche 14 Mio. Franken erhalten; die Mittel für die Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen sollen um je 10 Mio. aufgestockt werden. Im Dezember wird der Ständerat darüber entscheiden.

Stabilisierungsprogramm 2017-2019 Nationalrat senkt BFI-Sparanteil

Mit 120 zu 67 Stimmen sprach sich der Nationalrat dafür aus, die Sparmassnahmen im Bereich Bildung, Forschung und Innovation (BFI) in den Jahren 2017-2019 an die aufgestockte BFI-Botschaft 2017-2020 anzupassen. Damit folgt die grosse Kammer dem Ständerat, der den BFI-Anteil am Stabilisierungsprogramm 2017-2019 bereits in der Herbstsession entsprechend reduziert hatte. Die Hochschulen und Forschungsinstitutionen müssen in den Jahren 2017-2019 nun noch 196 Mio. Franken anstatt der vom Bundesrat geplanten 485 Mio. einsparen.
 

HFKG Neue Verordnung verabschiedet

Der Bundesrat verabschiedete die revidierte Verordnung über die Ausführungsbestimmungen des Hochschulförderungs- und Koordinationsgesetzes (HFKG). Die neue Verordnung legt einheitliche Grundsätze für die Finanzierung von kantonalen Universitäten und Fachhochschulen durch den Bund fest. Die neuen Bestimmungen treten per 1. Januar 2017 in Kraft.

Budget 2017 FK-S stützt Mittelerhöhung

Die Finanzkommission des Ständerates (FK-S) bestätigt im Voranschlag für das Jahr 2017 die Erhöhung der finanziellen Mittel, welche die eidgenössischen Räte im Rahmen der Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation (BFI) 2017-2020 beschlossen hatten. Die FK-S beantragt entsprechend, die Kredite für Hochschulen und Forschungsinstitutionen um insgesamt 74 Millionen Franken aufzustocken.

Humanmedizin 1'350 Abschlüsse im Jahr 2025

Um die künftige Gesundheitsversorgung sicherzustellen, erhöhen die Schweizer Hochschulen die Anzahl der Abschlüsse in Humanmedizin. Der Hochschulrat der Schweizerischen Hochschulkonferenz (SHK) verabschiedete das entsprechende Sonderprogramm im Umfang von 100 Millionen Franken. Mit verschiedenen Massnahmen, die von der Rektorenkonferenz swissuniversities vorgeschlagen wurden, sollen bis im Jahr 2025 jährlich 1'350 Studienabschlüsse in Humanmedizin erreicht werden. Das sind 50 Prozent mehr als heute.

Gentechnikgesetz WBK-N fordert unbefristetes Moratorium

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) sprach sich in der Beratung der Änderung des Gentechnikgesetzes mit 13 zu 9 Stimmen für ein unbefristetes Gentech-Moratorium aus. Dies im Gegensatz zum Bundesrat, der vorschlägt, das Ende 2017 auslaufende Anbauverbot von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) um vier Jahre zu verlängern. Mit 18 zu 5 Stimmen bei 2 Enthaltungen sprach sich die WBK-N zudem gegen das Konzept des Bundesrates aus, gemäss dem nach Ablauf des Moratoriums in der Schweiz konzentrierte GVO-Anbaugebiete geschaffen werden sollen.

KTI Overheadbeiträge einheitlich erstatten

Die Kommission für Technologie und Innovation (KTI) erstattet ab 1. Januar 2017 die indirekten Kosten von geförderten Projekten einheitlich. Mit dem neuen Vorgehen werden künftig alle unterstützten Forschungsstätten gleich behandelt. Die sogenannten Overheadbeiträge decken die Kosten, die neben den Lohnkosten der Forschenden anfallen. In der Herbstsession hatte das Parlament die entsprechenden finanziellen Mittel für die Jahre 2017-2020 bereits genehmigt.

Klinische Forschung Mit Roadmap den Nachwuchs stärken

Der Nachwuchs in der klinischen Forschung wird künftig gezielt mit verschiedenen Massnahmen gefördert. Junge Ärztinnen und Ärzte sollen von einheitlicheren Aus- und Weiterbildungsangeboten sowie besseren Karrieremöglichkeiten profitieren. Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des Bundesamtes für Gesundheit erarbeitete dazu eine Roadmap. Klinische Forschung verbindet die medizinische Arbeit im Labor mit Anwendungen am Patienten.

KTI Engere Zusammenarbeit mit Liechtenstein

Die Schweiz und Liechtenstein wollen künftig in der Innovationsförderung enger zusammenarbeiten. Die beiden Regierungen unterzeichneten eine Vereinbarung, in der eine erweiterte Leistung der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) vorgesehen ist. Die KTI soll künftig gegen Entschädigung Projekte aus Liechtenstein evaluieren und begleiten. Geeignete Partner für Innovationsprojekte sollen unabhängig ihrer Herkunft zusammenarbeiten können.

Budget 2017 FK-N bestätigt BFI-Botschaft

Die Finanzkommission des Nationalrates (FK-N) beantragt ihrem Rat, das Bundesbudget 2017 an die Beschlüsse zur BFI-Botschaft und zum Stabilisierungsprogramm 2017-2019 anzupassen. Demnach sollen die finanziellen Mittel für den ETH-Bereich im Jahr 2017 um 40 Millionen Franken aufgestockt werden. Die Beiträge für die universitären Hochschulen sollen um 14 Mio., jene für die Fachhochschulen um 10 Mio. und die Mittel für Forschungseinrichtungen von nationaler Bedeutung um 10 Mio. Franken erhöht werden.

Durchlässigkeit Mit Fachmaturität an die Uni

Ab 2017 wird es möglich sein, mit einer Fachmaturität und einer erfolgreich absolvierten Ergänzungsprüfung an universitären Hochschulen zu studieren. Für Inhaberinnen und Inhaber einer Fachmaturität gelten damit die gleichen Voraussetzungen wie für Absolventen einer Berufsmaturität. Der Bundesrat beschloss eine entsprechende Verordnungsänderung. Zuvor hatten die Kantone bereits das interkantonale Recht angepasst.

EHB Strategische Ziele 2017-2020

Der Bundesrat verabschiedete die Ziele für das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) in den Jahren 2017-2020. Das EHB soll weiterhin die Funktion einer Expertenorganisation für die Berufsbildung wahrnehmen, den Dialog mit der Gesellschaft führen sowie zur Weiterentwicklung der Berufsbildung beitragen. Im Weiteren beauftragt der Bundesrat das EHB, seine Position in der Schweizer Hochschullandschaft zu festigen und sich institutionell akkreditieren zu lassen.

Zuwanderung SPK-S verpflichtet Unternehmen

Die Staatspolitische Kommission des Ständerates (SPK-S) beriet über die Umsetzung des Verfassungsartikels 121a über die Zuwanderung. Mit 7 zu 6 Stimmen sprach sich die Mehrheit für ein Konzept aus, das die Unternehmen vermehrt in die Pflicht nimmt. Diese sollen offene Stellen bei den Arbeitsämtern melden und geeignete inländische Stellensuchende zu einem Bewerbungsgespräch einladen müssen. Absagen sind den Behörden schriftlich zu begründen. Das Konzept basiert auf dem Inländervorrang, dem der Nationalrat bereits zugestimmt hatte, und respektiert die Personenfreizügigkeit mit der EU. Die beiden Räte entscheiden in der Wintersession über die Vorlage.

EDK Neue Präsidentin heisst Silvia Steiner

Die Zürcher Regierungsrätin Silvia Steiner wurde zur neuen Präsidentin der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) gewählt. Sie übernimmt das Amt per 1. Januar 2017 vom abtretenden Basler Regierungsrat Christoph Eymann. An ihrer Jahresversammlung wählten die Erziehungsdirektorinnen und Erziehungsdirektoren ausserdem Susanne Hardmeier zur neuen EDK-Generalsekretärin. Sie ist aktuell stellvertretende Generalsekretärin und folgt per 1. April 2017 auf Hans Ambühl, der in den Ruhestand treten wird.

Rasa-Initiative Bundesrat erarbeitet direkten Gegenentwurf

Der Bundesrat empfiehlt die Rasa-Initiative («Raus aus der Sackgasse») zur Ablehnung. Gleichzeitig beschloss der Bundesrat, in den kommenden sechs Monaten einen direkten Gegenvorschlag zu dieser Volksinitiative auszuarbeiten; die Frist läuft bis am 27. April 2017. In welche Richtung dieser Gegenvorschlag gehen soll, wird der Bundesrat erst nach dem Beschluss des Parlaments über die konkrete Umsetzung des neuen Zuwanderungsartikels entscheiden. Die Rasa-Initiative verlangt die Streichung von Artikel 121a der Bundesverfassung über die Zuwanderung, mit dem Ziel, die bilateralen Verträge mit der EU zu sichern.

SAMW Daniel Scheidegger wird Präsident

Die Schweizerische Akademie der medizinischen Wissenschaften (SAMW) ernannte Daniel Scheidegger zum neuen Präsidenten. Daniel Scheidegger, seit 2005 Mitglied der SAMW, stand dem Departement Anästhesie und Intensivmedizin des Kantonsspitals Basel vor und war ordentlicher Professor an der Universität Basel. Er war ausserdem Mitglied des Schweizerischen Wissenschafts- und Innovationsrates (SWIR) sowie des Forschungsrates des Schweizerischen Nationalfonds (SNF). Er übernimmt das Amt von Peter Meier-Abt per 1. November 2016.

Tierversuche Neue Verordnung in Vernehmlassung

Tierversuche sollen stärker überwacht werden. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen schickte eine Anpassung der entsprechenden Verordnung in Vernehmlassung. Demnach soll jedes Institut oder Labor, das Tierversuche durchführt, künftig eine Person bestimmen, welche die Einhaltung der Tierschutzbestimmungen sowie der 3R-Prinzipien (vermindern, verbessern, vermeiden) für weniger Tierversuche und bessere Bedingungen überprüft. Die Vernehmlassung läuft bis am 7. Februar 2017.

Gentechnikgesetz WBK-N nimmt Beratung auf

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) nahm die Beratung der Änderung des Gentechnikgesetzes auf. Mit der Vorlage beantragt der Bundesrat dem Parlament, das Ende 2017 auslaufende Moratorium für den Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) um weitere vier Jahre bis 2021 zu verlängern. Zudem soll mit der Gesetzesrevision der konzentrierte Anbau von GVO nach Ablauf des Moratoriums geregelt werden. Die WBK-N setzt die Detailberatung in einer kommenden Sitzung fort.

Pädagogische Hochschulen Offensive in der Fachdidaktik lanciert

Die Pädagogischen Hochschulen (PH) bauen ihre wissenschaftlichen Kompetenzen im Bereich der Fachdidaktik aus. In Zusammenarbeit mit Universitäten und Fachhochschulen werden in den kommenden vier Jahren über 50 Projekte realisiert, mit dem Ziel, die fachdidaktische Expertise der PH in Lehre, Forschung und Entwicklung zu stärken. Dabei geht es etwa um Aufbau und Weiterentwicklung von entsprechenden Masterstudiengängen, neue Lehrmittel oder Qualifikationsstellen auf Ebene Doktorat. Der Bund unterstützt die Massnahmen in den Jahren 2017-2020 mit projektgebundenen Mitteln.

BRIDGE KTI und SNF lancieren gemeinsames Programm

Die Kommission für Technologie und Innovation (KTI) und der Schweizerische Nationalfonds (SNF) eröffnen die erste Ausschreibung im Rahmen des neuen, gemeinsamen Förderprogrammes BRIDGE. Ziel dieses neuen Förderangebots ist es, junge Forschende bei der Umsetzung ihrer wissenschaftlichen Resultate in wirtschaftliche und gesellschaftliche Anwendungen zu unterstützen. Damit soll BRIDGE eine Brücke zwischen Grundlagenforschung und Innovation schlagen.

BFI-Botschaft 2017-2020 WBK-S beriet letzte Differenz

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerats (WBK-S) beriet die letzte verbleibende Differenz bei der BFI-Botschaft 2017-2020, welche das Berufsbildungsgesetz betrifft. Mit 8 zu 4 Stimmen beantragt sie ihrem Rat einen Kompromiss: Demnach soll der Bund die Möglichkeit haben, Teilnehmenden von Vorbereitungskursen für Berufsprüfungen Teilbeiträge zu erstatten, wenn Absolvierende diese beantragen.