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SNF Vier Prioritäten für die Jahre 2021-2024

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) setzt in seinem Mehrjahresprogramm 2021-2024 vier Prioritäten. Er will die Vielfalt in seiner Forschungsförderung noch stärker gewichten und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Forschung durch mehr interdisziplinäre Zusammenarbeit stärken. Zudem sollen Dateninfrastrukturen und -dienstleistungen gefördert und Forschung für Wirtschaft und Gesellschaft besser nutzbar gemacht werden. Der SNF beantragt dem Bund ein Budget von 4,8 Milliarden Franken für die Periode 2021-2024. Das entspricht einem durchschnittlichen Wachstum von 3,5% pro Jahr.

swissuniversities Strategische Planung 2021-2024

Die Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen, swissuniversities, veröffentlichte ihre strategische Planung für die BFI-Periode 2021-2024. In ihrer ersten gemeinsamen Planung setzen die Hochschulen Schwerpunkte auf Massnahmen, mit denen die Chancen des digitalen Wandels genutzt werden sollen. Diese betreffen die Digitalisierung in Lehre und Forschung sowie in der Organisation der Hochschulen. swissuniversities beantragt ein durchschnittliches Wachstum der Grundbeiträge von 3%.

Pflegepersonal Gegenvorschlag für Ausbildungsoffensive

Die Kommission für Soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats (SGK-N) eröffnete die Vernehmlassung für einen indirekten Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Für eine starke Pflege». Der Gegenvorschlag sieht eine Ausbildungsoffensive vor, um den Mangel an Pflegefachpersonen zu mildern. Das Ziel sind mehr Ausbildungsplätze für Absolvierende von Höheren Fachschulen (HF) und Fachhochschulen (FH) sowie bessere Ausbildungslöhne. Ausserdem soll die Zahl der FH-Abschlüsse erhöht und die Interprofessionalität gefördert werden. Die Vernehmlassung dauert bis am 14. August 2019.

Standpunkt

Forschung im Dienst der Gesundheit von Mensch und Tier

Michael O. Hengartner
Präsident swissuniversities

Die eidgenössische Volksinitiative «Ja zum Tier- und Menschenversuchsverbot» stellt radikale Forderungen: Sie will Forschung mit Tier- und Menschenversuchen generell verbieten, Tierversuche unter Strafe stellen und die Einfuhr von Produkten, für deren Entwicklung Tier- und Menschenversuche direkt oder indirekt durchgeführt werden, verbieten.

Was steht mit dieser Initiative auf dem Spiel? Die Gesundheit von Menschen und Tieren in der Schweiz, denn sie könnten künftig nicht mehr von den dank der Forschung entwickelten Behandlungsmethoden und Medikamenten profitieren. Heute können aufgrund der Fortschritte in der Human- und Tiermedizin immer mehr Krankheiten geheilt, Leiden gelindert und Leben gerettet werden.

Die Initiative stellt auch die heutigen gesetzlichen Grundlagen, ethischen Prinzipien und Kontrollinstanzen in Frage. Das Tierschutzgesetz (TSchG) und das Bundesgesetz über die Forschung am Menschen (HFG) gehören zu den strengsten der Welt. Die Schweiz verfügt heute über hervorragende Forschungsinstitutionen. Sie stellen sicher, dass bei der Entwicklung von Behandlungsmethoden sowohl die hohen gesetzlichen wie auch ethischen Grundsätze der Schweiz respektiert werden. Die Initiative gefährdet nicht nur den Bildungs- und Forschungsstandort Schweiz, sondern unsere Fähigkeit, der schweizerischen Bevölkerung auch in Zukunft die bestmögliche und sichere medizinische Behandlung zur Verfügung zu stellen.